Der Geistergefangene

Veröffentlicht: 2010 - Verlag: Politikens Forlag - Seiten: 479

Nicht auf Deutsch erschienen

Eine genau geplante Liquidierung zweier Köpfe der kriminellen Unterwelt schickt Esbjerg in einen blutigen Bandenkrieg.

Dennoch wird die hoch respektierte Kriminalassistentin Nina Portland zur Überraschung aller von den Ermittlungen abgezogen und mit einer banalen Aufgabe beauftragt. Ein Privatflugzeug ist an der Nordseeküste verunglückt und ein Passagier ist seinen Verletzungen erlegen. Nina Portland soll den Fall routinemäßige bearbeiten, aber mehrere Umstände zum Unfall wecken ihren Verdacht auf mysteriöse Unregelmäßigkeiten.

Während der Bandenkrieg in eine reguläre Familientragödie eskaliert, erscheinen ranghohe Personen des Nachrichtendienstes auf der Bühne. Damit erfährt der Fall des Flugunglücks eine höchst dramatische Wende, denn an Bord war ein streng geheimer Passagier, der nun spurlos verschwunden ist.

Ein internationaler Skandal entwickelt sich und Nina Portland durchlebt die chaotischsten Tage ihres Lebens. Es wird immer schwieriger für sie, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, und hinter den Kulissen verfolgt eine scheue Person den Gang der Handlung – und bereitet sich darauf vor zuzuschlagen...

Der Geistergefangene

Rezensionen

Was für eine tolle Frau, diese Nina Portland

Der Geistergefangene, Jens Henrik Jensens dritter Roman über die Polizeibeamtin Nina Portland, ist ein fast perfektes Beispiel für einen zeitgemäßen dänischen Thriller mit Spannung, Intensität und Drama, pikant gewürzt mit einem Bandenkrieg, der dänischen Polizeireform und internationalem Terrorismus. 

Jens Henrik Jensen steuert mit sicherer Hand die Handlung und die vielen Intrigen in einem Tempo, das es einem unmöglich macht, den knapp 500-seitigen Roman von sich zu legen. 

Was für eine tolle Frau, diese Nina Portland. Eine Polizeibeamtin mit dem Gespür für Verschwörungen, dem Mut, eigene Wege zu gehen, und einem Willen zum selbstbestimmten Handeln auch in hoffnungslosen bzw. scheinbar geklärten Situationen. 

Jens Henrik Jensen hat ein ausgezeichnetes Gespür dafür, die Wirklichkeit in seiner Geschichte so umzusetzen, dass man sich manchmal daran erinnern muss, dass "es ja nur eine Geschichte ist". Und er vermag es, die Spannung bis zum letzten Punkt aufrecht zu erhalten.

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Ein Leckerbissen von Jensen

Der Geistergefangene ist Jens Henrik Jensens sechster Roman und mit ihm stellt der gute Jensen seinem großen Publikum erneut einen spannenden Thriller vor. Die Handlung entwickelt sich zu einem politischen Thriller mit intensivem Unterhaltungswert und er hinterfragt mit großem Ernst die Arbeitsmethoden im Kampf gegen den Terrorismus. 

Es ist ein Roman mit eigenen Standpunkten, der zu den Problemen der Welt Stellung bezieht, und Jensen schöpft ausgiebig aus seinem umfassenden Wissen über sowohl dänische als auch internationale Verhältnisse. 

Jens Henrik Jensen reicht ganz einfach ein Meisterwerk über den Tresen. Ich kann dem Buch nur meine besten Empfehlungen geben.                                                               


Eine Goldmedaille für Der Geistergefangene

(nach einem Vergleich mit anderen aktuellen Krimis) ... dennoch soll Jens Henrik Jensen eine Goldmedaille für den Roman Der Geistergefangene haben. Es ist ein großer, dänischer Spannungsroman. 

Ohne dass bei der Originalität der Erzählung Abstriche gemacht werden müssen, ist deutlich, dass Jens Henrik Jensen seinen Sjöwahl / Wahlöö gelesen hat. Die Charakteristik, um nicht zu sagen Karikatur, des obersten Polizeichefs scheint er den schwedischen Krimimeistern abgeschaut zu haben. Auch der kritische Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung und der Mangel an gesundem Menschenverstand in der übertriebenen Bürokratie hat einen Hauch von Schwedenkrimi. Aber es ist Inspiration, kombiniert mit Jensens eigenem bedeutenden Erzähltalent.

Der Geistergefangene ist ein toller Krimi.


Was sagen die Leser?

Ich bin ein begeisterter Anhänger von harten Krimis – und dieser ist schlicht einer der besten, die ich gelesen habe. Bitte schreibe noch ein paar mehr.
♦ Hanne K., Saxo.com

Wie schade! Es soll der letzte in der Reihe mit Nina Portland sein. Hoffentlich besinnt JHJ eines Besseren und schenkt uns einen Nachfolger.
♦ Miss Amager, Saxo.com

Was meinen Sie?

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