Der Hofnarr in Murmansk

Veröffentlicht: 1999 - Verlag: Politikens Forlag - Seiten: 408

Nicht auf Deutsch erschienen

Zwei Männer überqueren gleichzeitig den Polarkreis. Der eine ist der CIA-Agent Jan Jordi Kazanski. Der andere ist ein rätselhafter Russe, der sich in einem dänischen LKW nach Murmansk schmuggeln lässt.

Im Hafen der russischen Atomflotte spielt sich ein hochgespanntes Drama zwischen den Geheimdiensten mehrerer Länder ab nach dem makaberen Fang eines Eismeerfischers. Ein abgetrennter tätowierter Arm führt das CIA auf die Spur von entschiedenen Beweisen von illegalem Verklappen von Atommüll in der Barentssee.

Als Kazanski sich in der winterdunklen Hafenstadt vortastet und die immer blutiger werdende Spur verfolgt, macht sich der Russe auf seine eigene Mission bereit. Und in der Kulisse warten andere Akteure auf ihren Auftritt. Einer von ihnen ist ein weiblicher Leutnant der russischen Milits, ein anderer ist ein exzentrischer Albino, der anscheinend die Stadt in der Hand hat: Der Hofnarr in Murmansk.

Der CIA-Agent Jan Jordi Kazanski erschien zum ersten Mal im Roman Das Weib in Krakow.

Der Hofnarr in Murmansk

Rezensionen

Dänischer Thriller der Spitzenklasse

Es war eine große, aber schöne Überraschung, als Jens Henrik Jensen sich mit ”Das Weib in Krakow” in die Ränge der besten dänischen Thriller-Autoren hervordrang. Sein erster Roman ”Der Wiener Ring” war nämlich ein alles anderes als vielversprechendes Debüt. Mit dem dritten Roman ”Der Hofnarr in Murmansk” soll er beweisen, ob er im Stande ist das Niveau zu halten. Das ist der Fall. 

”Der Hofnarr in Murmansk” ist nicht nur nach dänischen sondern auch nach internationalen Maßstäben ein sehr gelungener politischer Thriller.

Jens Henrik Jensen hat in Murmansk reserchiert, und er hat deutlich auch relevante Themen in der Bibliothek gründlich studiert. Der Thriller wirkt daher auch sehr glaubwürdig, wie man das von einem Roman, der sich mit ernsthaften großpolitischen Verhältnissen beschäftigt, erwarten kann. Und da das Autor-handwerkliche auch hervorragend funktioniert – die Spannung wird effektiv aufgebaut, und der Personenbestand ist faszinierend geschildert (darunter auch der höchst ungewöhnliche murmanische Hofnarr) – muss man Jens Henrik Jensen damit beglückwünschen, dass er jetzt ein Thriller-Macher der Spitzenklasse geworden ist.


Ein neuer souveräner Thriller-Autor.

Jens Henrik Jensen demonstriert mit Überlegenheit seinen Sinn für Einzelheiten, er gibt eine wahnsinnig gute Beschreibung von den trostlosen Verhältnissen in Murmansk, er bleibt immer am Ball, damit die Geschichte den richtigen Drive hat… Jens Henrik Jensen ist gekommen um zu bleiben – als ein neuer dänischer souveräner Thriller-Autor.


Jensen steuert mit sicherer Hand

Die große Stärke von Jens Henrik Jensen in ”Der Hofnarr in Murmansk” liegt – abgesehen vom Plot des Romans – besonders in den Personenzeichnungen und den Umweltschilderungen. Jan Jordi Kazanski und eine Reihe der Nebenpersonen erscheinen als ganze Menschen mit einem Hintergrund, Motiven, einer Geschichte und einem Leben, das man nicht immer selbst kontrollieren kann, und ihre Laufbahnen werden vom Schicksal – und von einer anderen höheren Macht – auf Kollisionskurs gezwungen.

(...) und mit sicherer Hand steuert Jens Henrik Jensen den Leser durch die Handlung, die genau so elementar spannend wie auch in all ihrer grausamen Glaubwürdigkeit zu tiefst beunruhigend ist.

”Der Hofnarr in Murmansk” kann als das gute Spannungsbuch, das es tatsächlich ist, gelesen werden. Aber man kann es auch als ein umweltpolitisches Statement sehen, und hier bewegt sich der Roman in der Randzone des traditionellen Agentenromans. Es ist schwierig ihn nur als eine Geschichte mit Bart und blauer Brille zu betrachten.

 Man kann nur schwer die politischen Perspektiven die der Roman auch aufzeichnet, abweisen und einfach behaupten, dass sie nur im Gehirn eines fantasiereichen Autors entstanden sind.


Was sagen die Leser?

Eine spannende und moderne Trilogie über Ost und West, Intrigen, Machtkämpfe, Agenten, die Mafia und alles was dazu gehört.
Ganz auf der Höhe mit den Werken von Robert Ludlum.
♦ Ruth Blichfeldt, Bookworm.dk

Ich habe gerade das Buch gelesen. Es ist höchst spannend. Man fühlt sich eins mit dem Buch und macht die gleichen Schritte wie Kazanski.
♦ Peter Damsgaard, Däne in Murmansk

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