Der Kohlenmann

Veröffentlicht: 2007 - Verlag: Politikens Forlag - Seiten: 533

Das Buch wurde gelöscht, Piper Verlag

In den Kohlebergen beim Kraftwerk in Esbjerg schlägt der Blitz ein und legt die Leiche eines unbekannten Mannes bloß, der mit Messerstichen ermordet wurde. Für Kriminalassistentin Nina Portland ist dies ein neuer dramatischer Fall, und der Fund einer zweiten Leiche hinterlässt nur noch mehr offene Fragen über die Motive für die geheimnisvollen Morde.

Während ein mystischer Schatten jeden ihrer Schritte überwacht, beginnt Nina Portland, ihre ganz eigene Spur zu verfolgen, als sie einen Zusammenhang zwischen den beiden Morden und dem scheinbar natürlichen Tod einer alten Dame in einer Wohnung in Esbjerg ahnt.

Der zu Tode erschrockene autistische Sohn der Dame verschwindet. Und plötzlich ist Nina die Gejagte. Dennoch lässt sie sich von ihrer gefährlichen Suche nach des Rätsels Lösung nicht abbringen. Diese Suche führt sie nach Berlin, nach Istanbul und wieder zurück nach Esbjerg. Und langsam dämmert ihr, dass sie sich mit heimlichen Mächten angelegt hat, die weit größer sind als sie selbst…

Nina Portland hatte ihren ersten Auftritt im Thriller Das Axtschiff.

Der Kohlenmann

Rezensionen

Jensen ist eine Klasse für sich

Jens Henrik Jensen meistert es wie kein zweiter dänischer Krimi-Autor, einen Kriminalfall in einen weltpolitischen Zusammenhang bringen. Er tat dies bereits in der Kazanski-Trilogie mit dem CIA-Agenten Jan Jordi Kazanski als Hauptfigur und er tut es in Das Axtschiff mit der Kriminalassistentin Nina Portland.

Wie immer schreibt Jensen lebendig und spannungsaufbauend. Und wie immer hat er ein gutes internationales Plot aufgebaut – und dazu noch ein recht realistisches.


Sprühende Originalität

Er ist umfangreich wie eine deutsche Bibel aus dem Mittelalter. Weiter über 500 Seiten in einem recht großen Format. Aber unglaublicherweise wirkt dieser gewaltige Roman leicht. Und liest sich wie ein kleines Taschenbuch. Ein größeres Kompliment für Jens Henrik Jensen gibt es wohl kaum.

Jens Henrik Jensens Buch verurteilt nicht. Es unterhält. Es hat einen Hauch Sjöwal / Wahlöö. Und die Erzähltechnik eine Prise Frederic Forsyth und eine Messerspitze Mankell. Aber vielleicht ist es gerade diese Mischung geballter Energie, die Jensen ausmacht. Denn das Buch hat eine sprühende Originalität.


Erfolg für den Kohlenmann

Jens Henrik Jensen kombiniert optimal die heimatliche Verbundenheit des Polizeikrimis mit dem internationalen Weitblick des Thrillers und zeigt, dass Männer sehr wohl Frauenkrimis schreiben können. Ganz in Übereinstimmung mit dem Trend der Frauenkrimis ist Nina Portland nicht nur eine ehrgeizige Polizistin, sondern auch alleinerziehende Mutter, geplagt von schlechtem Gewissen und Stammkundin in der lokalen Pizzeria. Aber nur die Pizzaverpackungen wandern in den Müll, nicht das Plot, und Nina Portland jammert nicht, sie handelt. Mit anderen Worten: Unter dem Kohlenmann wird ordentlich eingeheizt und Jens Henrik Jensen zeigt wieder einmal, dass Krimis aus der dänischen Provinz nicht notwendigerweise provinziell sind.


Was sagen die Leser?

Noch ein weiterer Klasse-Roman mit Nina Portland als Hauptfigur. Ich freue mich schon auf den nächsten.
♦ Miss Amager, Saxo.com

Auch das zweite Nina Portland-Abenteuer ist wieder ein Fall aus der schmutzigen Trickkiste der Geheimdienste - atemberaubend bis zur letzten Seite.
♦ Silke Schröder, Amazon.de

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